feiertagsseiten.de   feiertagsgedichte.de   muttertagsseiten.de   weihnachtsseiten.de   osterseiten.de   pfingstseiten.de   brauchtumsseiten.de
   Sie sind hier :  
Die Pfingstseiten  >  >   Home / Neustart  |  Wetter- und Bauernregeln  |  Gedichte  |  Rezepte  |  Buchtips
Ausserdem
Alles über die Eisheiligen

Meine Empfehlung
Die Heiligen für heute,

Bitte hier klicken!

Infos hinzufügen  |  Druckversion  |  PDF Version  |  Zurück
Translate this page into English Translate this page into English   |   Traduction française de cette page Pressure Version

Läuteordnungen und ihre Bedeutung

1. Bedeutung und Funktion der Glocken

Glocken sind als Musikinstrumente die verbreitetsten und größten Freiluftinstrumente. Sie zählen zu den frühesten Erfindungen der Menschheit. Von Anfang an hatten sie religiöse Bedeutung. Sie sollten böse Geister verjagen und gute anlocken, wodurch sie im religiösen Ritus den heiligen Ort schützen konnten. Die Glocken wurden aber auch profan, als Signalgeber benutzt, weil ihr Ton über weite Entfernungen zu hören ist.

Die frühe Christenheit hat die Glocken wie überhaupt alle Musikinstrumente wegen ihrer heidnisch-magischen Bedeutung zunächst abgelehnt; Paulus vergleicht den Menschen ohne Liebe tönendem Erz oder einer klingenden Schelle. Vom vierten Jahrhundert an aber dienten sie in den Klöstern als Signalgeber, um die Mönche zu den täglichen Gebetszeiten und zu den Gottesdiensten zusammenzurufen. Dieser Brauch wurde von den Weltkirchen übernommen.

Vom sechsten Jahrhundert an verbreiteten sich die Glocken, ausgehend vom Orient, über Frankreich und Italien in ganz Europa. Die bis heute gültigen Funktionen des Läutens sind es, (1) die Gläubigen zum Gottesdienst einzuladen, (2) während der Gottesdienste auf bestimmte Vorgänge (Vaterunser, Sanctus, Taufe, Einsegnung, Trauung) hinzuweisen und dadurch die nicht in der Kirche Anwesenden zum teilnehmenden Gebet aufzurufen, und (3) mehrmals täglich zum Gebet zu mahnen. Die heidnisch-magische Bedeutung, die das Christentum negiert hatte, behielt im Mittelalter trotzdem eine gewisse Bedeutung.

Viele Glockeninschriften aus jener Zeit bezeugen, daß man dem Glockenklang die Macht zutraute, Unwetter zu vertreiben. Bis in unsere Zeit wurden Glocken auch für profane Zwecke genutzt, sei es durch besondere Glocken in städtischem Besitz, sei es durch das sogenannte bürgerliche Läuten der Kirchenglocken.

Heute wird Glockengeläut vorrangig als Stimme der Kirche verstanden. Meist aber auch nicht mehr als das, obwohl so verschiedenartig geläutet werden kann, daß das Geläut eine richtiggehende Sprache sprechen kann, die bestimmte Informationen weitergibt. Musikalische Variationsmöglichkeiten bestehen nicht nur in der Zusammenstellung mehrerer und dem Alleinläuten einzelner Glocken, sondern auch in den verschiedenen Läute- oder Anschlagsarten. Dadurch kann den verschiedenen kirchlichen Anlässen ein spezifisches Geläute zugeordnet werden. Wird das in einer Läuteordnung fixiert und bekanntgemacht, dann hat das Geläut ihrer Kirche einer Gemeinde ganz Spezielles zu sagen. Jede Läuteordnung muß besonders ausgearbeitet werden, weil nicht nur die Geläute, sondern auch die örtlichen Traditionen, Erwartungen und Möglichkeiten verschieden sind. Hinweise für das Aufstellen von Läuteordnungen gibt der folgende Text. Die geschichtlichen Notizen, die sich neben anderen Quellen auf die Läuteordnung der Stadt Schotten von 1678 (siehe Literaturverzeichnis) stützen, sind ein erster Versuch, die bisher kaum berücksichtigten lokalen Traditionen einzubeziehen und zu erläutern. Das beigefügte Formular soll es erleichtern, eine Läuteordnung aufzustellen. Es kann auch als Aushang bei der Bedienungseinrichtung (Schalttableau) dienen. Deshalb sind darin auch die wichtigsten Läuteregeln zusammengefaßt.

Der Verf. ist Orgel- und Glockensachverständiger der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, sein Text wurde für die Kirchenmusikalischen Nachrichten des Amts für Kirchenmusik in Frankfurt geschrieben und dort veröffentlicht.

Alles über Pfingsten
Brauchtum von A - Z

    1. Apostelgeschichte
    2. Bammschlagen
    3. Beiern
    4. Bemmschlagen
    5. Bergknappenjahrtag
    6. Bergmandl
    7. Besenginster
    8. Birkenzweige
    9. Bosheitsnacht
    10. Allgäuer Brotvögel
    11. Brunnenfeste
    12. Der Heilige Geist
    13. Die erste Gemeinde
    14. Dreifaltigkeitssonntag
    15. Englmarisuchen
    16. Feuerzungen
    17. Flurumgänge
    18. Ginster
    19. Glockenbeiern
    20. Glockenspiel
    21. Hahnenfussgewächse
    22. Heiliggeist-Krapfen
    23. Huflattich, Huflattichblätter
    24. Kerzenwallfahrt
    25. Kranzelreiten
    26. Kufenstechen
    27. Läuteordnung
    28. Maien
    29. Pentekosté
    30. Pfingstbesen
    31. Pfingstbewegung
    32. Pfingstblüttler
    33. Pfingstbraut
    34. Pfingstbrezel
    35. Pfingstdreck
    36. Pfingstehen
    37. Pfingsteiersingen
    38. Pfingstessen/Gebäck
    39. Pfingstfestwoche
    40. Pfingstfeuer
    41. Pfingstgebet
    42. Pfingstgemeinden
    43. Pfingsthammel
    44. Pfingsthochzeit
    45. Pfingstjungfer
    46. Pfingstkarl
    47. Pfingstkerze
    48. Pfingstknödel
    49. Pfingstkonzert
    50. Pfingstkranzl
    51. Pfingstl
    52. Pfingstlieder
    53. Pfingstlotter
    54. Pfingstlspiel
    55. Pfingstlümmel
    56. Pfingstmockel
    57. Pfingsmontag
    58. Pfingstochse
    59. Pfingstpredigt
    60. Pfingstprozession
    61. Pfingstquas
    62. Pfingstreiter
    63. Pfingstritt
    64. -  in Kötzing
    65. -  in Wurmlingen
    66. Pfingstritt - Museum
    67. Pfingstrose
    68. Pfingstschnalzen
    69. Pfingstschwanzfahren
    70. Pfingstsingen
    71. Pfingstsingen in Allerbüttel
    72. Pfingstsonntag
    73. Pfingstsymbole
    74. Pfingstwunder
    75. Questenfest
    76. Reiterprozession
    77. Taube
    78. Todaustragen
    79. Trinitatisfest
    80. Tugendkränzchen
    81. Unruhnacht
    82. Wasservogel
    83. Wasservögelsingen
    84. Werchflocken
    85. Wettspiele
    86. Zirbentauben

Die Pfingstseiten    (http://www.pfingstseiten.de)
Alle Angaben ohne Gewähr - copyright © by Josef Dirschl, info@pfingstseiten.de
ALLE RECHTE VORBEHALTEN / ALL RIGHTS RESERVED

Haftungshinweis:
Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.